Österreich Für Investoren & Trader in Österreich Regulierte Online Broker im Test

    Degiro Erfahrungen & Test
    Ein Broker für Österreich?

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    Letzte Aktualisierung: 2019

    Degiro

    Allgemeines

    Depotgebühren (p.M.)€ 0,00
    Kosten Depoteröffnung€ 0,00
    Xetra-Order-Kosten€ 2,00
    Xetra-Order-Zusätzlich0,026 % vom Ordervolumen
    Sitz des BrokersNiederlande Niederlande
    SpracheDeutsch Deutsch
    Am Markt seit2013

    Gebühren & Kosten

    Gebühren Verrechnungskonto€ 0,00
    Mindestumsatz€ 0,00
    Mindesteinlage€ 0,00
    NYSE-Order Basiskosten€ 0,50
    NYSE-Order Zusatzkosten$ 0,004 je Aktie
    TeilausführungenTaggleich kostenlos
    Kostenlose Realtime-KurseNur an wenigen Börsen kostenlos
    Habenzinsen (Verrechnungskonto)0,0%

    Handelsangebot

    Aktien
    Anleihen
    Fonds
    ETFs
    CFDs
    Zertifikate
    Optionen
    Futures
    Forex
    Wikifolio
    Außerbörslicher Handel
    Börsenplätze (National + International)30

    Sparpläne

    Sparpläne

    Sonstiges

    RegulierungAutoriteit Financiële Markten, De Nederlandsche Bank
    Einlagensicherung€ 20.000
    App / Mobiles Trading
    Schulungsangebot
    Support-ZeitenMo-Fr: 08:00 – 22:00 Uhr

    Einleitung & Historie

    DEGIRO ist ein niederländischer Broker, der seit 2008 am Markt aktiv ist und bereits zwei Jahre später, im Jahr 2010, nach Österreich expandiert ist. Anfangs sind dessen Services nur Geschäftskunden zur Verfügung gestanden, bis DEGIRO sich 2013 entschlossen hat, sein Geschäft auch auf Privatkunden auszuweiten. Heute ist DEGIRO als Online Broker in einigen europäischen Ländern aktiv, u.A. im gesamten deutschsprachigen Raum mit Österreich, Deutschland und der Schweiz.

    Günstige Gebühren

    DEGIRO ist unter mehreren Aspekten äußerst interessant. Zunächst sind die extrem niedrigen Ordergebühren für die meisten Anleger ein Grund, sich diesen Broker näher anzusehen. Das erklärte Ziel von DEGIRO war es von Anfang an, Privatkunden die gleichen Trading-Konditionen wie institutionellen Kunden zu bieten – Dieses Ziel wurde auch erreicht! Derzeit kann sich kein anderer Online Broker in Österreich mit niedrigeren Konditionen brüsten als DEGIRO. Auf der anderen Seite bedeutet dies aber in dem Fall nicht, dass sich DEGIRO in die Kategorie der Discount Online Broker mit zwar niedrigen Gebühren aber schlechtem Service einreiht. E-Mail-Anfragen werden rasch und freundlich beantwortet, da ist man von anderen Discount-Brokern anderes gewohnt. Alle Anfragen werden übrigens natürlich auf Deutsch beantwortet.

    Die Web-Trading-Oberfläche braucht sich vor anderen Brokern ebenfalls nicht zu verstecken, ganz im Gegenteil, diese ist sogar um einiges intuitiver zu bedienen als so manch ein Broker, der schon länger am Markt aktiv ist. Genau das ist der Punkt, wieso auch Anfänger sich schnell zurechtfinden werden.

    Ist Degiro für Österreich geeignet?

    Die gute Nachricht vorab: Wir kommen aus Österreich und sind begeisterte Degiro-Nutzer. Uns hat es vor allem die aufgeräumte Trading-Maske und die konkurrenzlosen Gebühren angetan.

    Auch bietet Degiro sein Angebot explizit österreichischen Investoren an. Somit passt doch alles, oder? Nun, fast. Im Gegensatz zu beispielsweise Flatex führt Degiro die Steuer nicht automatisch ab. Das heißt, dass man von Degiro den gesamten Gewinn überwiesen bekommt und man die 27,5% im darauffolgenden Kalenderjahr selbst ans Finanzamt abführen muss. Kein Drama, aber ein Punkt, den man beachten sollte.

    Handelsprodukte

    DEGIRO’s Angebot erstreckt sich über folgende Finanzprodukte:

    Aktien
    ETFs
    • Anleihen
    • Optionen
    • CFDs
    • Zertifikate

    DEGIRO, der etwas andere Online Broker

    DEGIRO ist eine Investment-Gesellschaft und keine Bank. Was jedoch nicht bedeutet, dass es keine Regulierung gibt. DEGIRO wird von der niederländischen Zentralbank (DNB – De Nederlandsche Bank) sowie von der niederländischen Behörde für Finanzmärkte (AFM – Autoriteit Financiële Markten) beaufsichtigt und unterliegt somit den gleichen, strengen, Regulationen wie eine vollwertige Bank. Den markantesten Unterschied gibt es hier bei der Einlagensicherung. Die Einlagensicherung, also der Betrag, zu dem das Geld eines Kunden durch den Staat geschützt ist, sollte die Bank, bei der man Kunde ist pleitegehen, liegt in der Europäischen Union (EU) bei 100.000€ pro Kunde. Da DEGIRO allerdings eine Investmentgesellschaft ist, beträgt die Einlagensicherung nur 20.000€ pro Kunde. Dieser Betrag bezieht sich allerdings nur auf die Geldsumme, welche auf dem Cash-Konto parkt und noch nicht in Wertpapiere investiert wurde. Wertpapiere gelten als Sondervermögen und bleiben weiterhin im Besitz des Kunden, selbst wenn es DEGIRO eines Tages nicht mehr geben sollte. Das Geld auf dem Cash-Konto ist in einem gesonderten Fond untergebracht. Das hat den Vorteil, dass ähnlich wie die Wertpapiere selbst, das Geld der Kunden als Sondervermögen geführt wird und im Falle einer Insolvenz von DEGIRO nicht betroffen wäre.

    Ein Broker, zwei Kontotypen – Basic Active Trader – Das „Standard-Profil“ und Custody

    Das wichtigste zuerst: Die Ordergebühren sind bei beiden Profilen genau dieselben. Abweichungen gibt es nur bei den Gebühren in der Dividendenverarbeitung und bei einem Abonnement von Realtimekurse. Allerdings unterscheidet sich der Funktionsumfang. Im Gegensatz zum Standard-Profil sind bei Custody folgende Produkte und Funktionen nicht enthalten oder nicht möglich:

    – Keine Leerverkäufe
    – Keine Geldleihe bzw. Kredit
    – Kein Handel mit Derivaten
    – Keine Realtimekurse

    Das alles sind Leistungen, die ein Anfänger nicht benötigt. Deshalb raten wir zu folgendem Vorgehen: Wer neu im Handel mit Wertpapieren ist, wählt das eingeschränkte Custody-Profil. Erfahrene Trader, die auf die vier oben genannten Leistungen nicht verzichten wollen, wählen das Basic Active Trader-Profil. Allerdings gibt es hier etwas zu beachten, was nachfolgend behandelt wird.

    Wieso gibt es überhaupt zwei Profile bzw. Konto-Typen bei DEGIRO?

    Der unterschiedliche Leistungsumfang der beiden Profile hat einen Grund: Beim „vollwertigeren“ (für Anfänger aber vernachlässigbaren) Basic Active Trader-Profil können die Wertpapiere an Dritte verliehen werden. Dies stellt eine der Maßnahmen von DEGIRO dar, die niedrigen Gebühren zu kompensieren. Natürlich werden für die Wertpapierverleihe hohe Sicherheiten verlangt und DEGIRO selbst bezeichnet das Ganze als eine für den Anleger sichere Vorgehensweise. Im Endeffekt muss diese Entscheidung aber jeder selbst treffen.

    Bei den positiven Aspekten kommen bei DEGIRO mehrere Dinge zusammen. DEGIRO ist als Online Broker im österreichischen Markt positioniert und bietet unvergleichbar günstige Konditionen. Auf der intuitiven und übersichtlichen Trading-Oberfläche finden sich auch Anfänger zurecht. Des Weiteren ist es bei DEGIRO möglich, sofort loszulegen. Und mit sofort ist auch wirklich sofort gemeint: Die Kontoeröffnung ist in wenigen Minuten erledigt und per Sofortüberweisung steht in wenigen Sekunden auch Geld zur Verfügung, mit dem man sogleich anfangen kann, zu handeln. Somit entfällt die 24h-Wartezeit einer gewöhnlichen Überweisung. Achtung! Die Möglichkeit zur Sofortüberweisung ist ausschließlich bei Depoteröffnung möglich. Sollte also geplant sein, sofort zu starten, ist es ratsam sich den Betrag, den man investieren möchte, gut zu überlegen und dann die Überweisung durchzuführen. Ein schnelles „nachschießen“ von Geld ist dann nicht mehr möglich und würde die erwähnten 24h (an Werktagen) dauern.

    DEGIRO Vorteile

    • DEGIRO bietet die derzeit niedrigsten Gebühren aller im deutschsprachigen Raum aktiven Online Broker. Die Kostenersparnis bei Ordergebühren beläuft sich teils auf mehr als 80% gegenüber der Konkurrenz. Das Versprechen von „Großhandelspreisen für Privatanleger“ konnte somit wirklich gehalten werden!
    • Es fallen keine Depotgebühren an. Das bedeutet, dass man seinen Account auch mal für längere Zeit unbenutzt lassen kann, ohne dass Kosten entstehen.
    • Die Handelsoberfläche ist angenehm zu bedienen und kann auch von Anfängern schon nach kurzer Zeit verstanden werden.
    • Der Support arbeitet E-Mail-Anfragen zügig ab. In dringenden Fällen, empfiehlt sich aber natürlich ein Anruf, wo eine sofortige Hilfe möglich ist.
    • Teilausführungen sind kostenlos.
    • Es gibt 200 ETFs in die einmal pro Kalendermonat kostenlos, also ohne anfallende Ordergebühren, investiert werden kann.
    • Kostenlose Realtimekurse der Börse Wien (Österreich).

    DEGIRO Nachteile

    DEGIRO hat, wie jeder andere Online Broker auch, ein paar Nachteile, wobei nur der letzte der vier Punkte wirklich ins Gewicht fällt:

    • Es gibt kein Demo-Konto. D.h. unerfahrene Anleger haben keine Möglichkeit, mit „Spielgeld“ zu üben. Allerdings kann ein Demo-Konto auch bei einem anderen Anbieter eröffnet werden. OnVista kann da z.B. Empfohlen werden. Dadurch handelt es sich hierbei nicht um einen wirklichen Nachteil, mehr um das Fehlen einer Funktion, welche aber aufgrund genügend Alternativen am Markt keine Rolle Spielt.
    • Ähnlich gestaltet es sich mit folgendem Punkt: DEGIRO bietet, im Gegensatz zu Flatex z.B., kein Bildungsangebot. Auch hier genügt aber eine kurze Internet-Recherche, um das fehlende Wissen zu ergänzen.
    • DEGIRO bietet derzeit keine Fonds an.
    • Die bereits erwähnte Wertpapierverleihe stellt den ersten der beiden wirklichen Nachteile dar. Man muss aber dazu sagen, dass Degiro hier mit hohen Absicherungen arbeitet..
    • Ein Wehrmutstropfen ist, dass man die KESt von derzeit 27,5% (Stand 2018, Österreich) auf Kursgewinne und Dividenden selbst abführen bzw. diese in der Steuererklärung angeben muss. Allerdings ist dazu zu sagen, dass DEGIRO für diesen Zweck einen übersichtlichen, persönlichen Jahresbericht erstellt und zum Download anbietet. Somit ist das Ganze nicht allzu viel Arbeit.

    Disclaimer: Bitte beachten Sie, dass Investitionen Risiken bergen, welche zum Verlust des Investments führen können.

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    Quellen:

    https://www.degiro.at

    Sebastian Neumer

    Sebastian Neumer

    Sebastian ist seit Beginn im Jahr 2016 dabei. Der begeisterte Privatinvestor und Fintech-Enthusiast schreibt regelmäßig Ratgeberartikel in den Bereichen Geldanlage & Finanzen. Nach vielen Jahren im Sales-Bereich und simultanem Studium der Wirtschaftswissenschaften, entschied er sich, sein erworbenes Wissen als Finanzjournalist weiterzugeben.

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    Sebastian Neumer

    Sebastian ist seit Beginn im Jahr 2016 dabei. Der begeisterte Privatinvestor und Fintech-Enthusiast schreibt regelmäßig Ratgeberartikel in den Bereichen Geldanlage & Finanzen. Nach seinen Jahren im Sales-Bereich und simultanem Studium der Wirtschaftswissenschaften, entschied er sich, sein erworbenes Wissen als Finanzjournalist weiterzugeben.