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    ETFs: Einfach & sicher in Indexfonds investieren

    » Die besten ETFs im Vergleich » Aktienindexfonds einfach erklärt » Kompletter Exchange Traded Funds-Guide für Österreich
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    Letzte Aktualisierung: 2019

    ETFs kann man als die risikoloseste Art bezeichnen, an der Börse Geld zu verdienen und sind eine der effektivsten Formen der Geldanlage zum langfristigen Vermögensaufbau oder Altersvorsorge in Österreich. In diesem Leitfaden erfahren Sie alles, was es über Indexfonds zu wissen gibt, wo & wie Sie in diese günstig investieren können, welche konkreten ETFs sich besonders eignen, was es steuerlich zu beachten gibt und vieles mehr.

    Das Wichtigste in Kürze
    • Mit einem ETF investieren Sie "in den Markt" und können daher eine relativ risikolose jährliche Rendite von 5-8% erwarten.
    • ETFs werden passiv gemanagt und sind daher besonders günstig zu haben.
    • Wenn Sie einen Anlagehorizont von über 10 Jahren (besser: 15 Jahre) haben, nehmen Sie einen thesaurierenden (Dividende & Zinsen werden wiederangelegt) ETF. Diese ETFs haben einen leichten, steuerlichen Vorteil.
    • ETFs werden vom Unternehmensvermögen getrennt aufbewahrt und gelten daher als Sondervermögen. Ihre ETF-Anteile sind also auch bei einem Konkurs eines Brokers sicher.
    • Zu Empfehlen ist der MSCI World (IE00B4L5Y983), der MSCI All Countries World Index (IE00B6R52259) und der MSCI Emerging Markets (IE00B0M63177). Mit den Details dieser ETFs beschäftigen wir uns weiter unten.
    • Wenn ihnen nachhaltige & ethische Unternehmen wichtig sind, nehmen Sie denMSCI World Socially Responsible Index (LU0629459743).
    • Es ist erwiesen, das Market-Timing nicht funktioniert. Investieren Sie also besser zu festen Intervallen in einen ETF und versuchen Sie nicht, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. So kaufen Sie einmal teurer, das andere mal günstiger. Das Ergebnis ist ein Durchschnittspreis durch den Cost-Average-Effekt. Dies ist die einzig wirklich funktionierende ETF-Anlagestrategie.
    So funktioniert's in Österreich
    1. Eröffnen Sie ein Depot bei einem günstigen & steuereinfachen österreichischen Broker wie zum Beispiel Flatex oder der DADAT.

    2. Überlegen Sie, ob Sie einmalig einen größeren Betrag investieren oder einen ETF-Sparplan eröffnen möchten.

    3. Geben Sie im Suchfeld Ihres Brokers die ISIN (Kennzahl) des gewünschten ETFs ein sowie den Betrag an, mit dem Sie starten möchten.

    4. Ihr Depot wird immer wieder ins Minus geraten. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern - Das ist völlig normal. Es gilt als so gut wie gesichert, dass nach spätestens 15 Jahren ein gutes Plus herauskommt, wenn einer der hier vorgestellten ETFs gewählt wird.
    ETFs ERKLÄRT

    Was ist ein ETF? Indexfonds einfach erklärt

    Ein ETF bzw. Exchange-Traded Fund („börsengehandelter Fonds„) ist ein Wertpapier, welches einen Aktienindex, Rohstoffindex, diverse Anleihen oder auch einen anderen „Korb“ von Vermögenswerten abbildet. Obwohl in vielerlei Hinsicht ähnlich, unterscheiden sich ETFs von Investmentfonds dadurch, dass ETFs genau wie eine Aktie an der Börse gehandelt und passiv gemanagt werden. Der Kurs eines ETF ändert sich sekündlich und kann jederzeit gekauft als auch verkauft werden.

    ETFs sind, neben dem Kauf von Einzelaktien, das beliebteste Investmentprodukt an der Börse. 

    Manche ETFs bieten außerdem die Möglichkeit, Ertrags-, Spekulations- oder Sicherungsstrategien („Hedges“) zu nutzen. Diese sind aber eher erfahreneren Anlegern zu empfehlen.

    Wie funktioniert ein ETF?

    Stellen Sie sich den Aktienindex wie den ATX vor, welcher aus 20 Aktien bzw. Unternehmen besteht. Sie könnten jetzt natürlich hergehen und jede einzelne Aktie kaufen. Damit hätten Sie den kompletten Index im Depot. Die Nachteile liegen hier jedoch klar auf der Hand: Nicht nur, dass das sehr teuer wäre, es wäre auch vom Aufwand her nicht zu unterschätzen. Gleichzeitig müssten Sie sich aktiv darum kümmern, Werte hinzuzufügen oder auszuschließen, sollte sich im Index etwas ändern.

    An dieser Stelle kommen ETFs ins Spiel. ETFs übernehmen genau diese Aufgabe für Sie. Des Weiteren müssen Sie nicht alle 20 Aktien des ATX kaufen, sondern können einfach einen beliebig großen Anteil am dazugehörigen ETF sichern. Wahlweise mit einer größeren Einmalzahlung  oder auch im Zuge eines ETF-Sparplans.

    Da ein Aktienindex (und damit auch ein ETF auf diesen) versucht, einen guten Marktschnitt und damit die Wirtschaftsleistung eines bestimmten Landes oder Bereiches abzubilden, spricht man auch vom „Markt“ bzw. „in den Markt zu investieren„. Ein Index bzw. ein ETF ist also immer auch eine Art Benchmark.

    Vorteile

    • Untersuchungen beweisen, dass ETFs die bessere und sicherere Anlage als gemanagte Fonds sind.
    • (Fast) garantierte Rendite von 5-8 % jährlich.
    • Keine Rechercheaufwand nach einzelnen Aktientiteln nötig.

    Nachteile

    • Es ist selten bis nie möglich, den Markt zu schlagen" (>8 %. p.a.).
    ETF-ARTEN

    Alle ETF-Arten im Vergleich

    Bei ETFs unterscheidet man zwischen vier Arten bzw. Merkmalen: Den physisch replizierenden („echter“ ETFs), den synthetischen („unechte“ ETFs), den thesaurierenden sowie ausschüttenden. Im Folgenden finden Sie einen Vergleich dieser Arten sowie nähere Infos.

    ETF-ArtVorteileNachteile
    Physischer ETFSicherer als synthetische, da nicht mit SWAPS gearbeitet wird.Geringfügig teurer als ein synthetischer ETF.
    Synthetischer ETFEtwas günstiger als physische ETFs.Der günstigere Preis geht etwas zu Lasten der Sicherheit.
    Thesaurierender ETFLeichte steuerliche Vorteile, dadurch etwas mehr Rendite.Bei Kauf über ausländische Broker steuerlich sehr kompliziert.
    Ausschüttender ETFLaufende Einnahmen ohne dass Kurse steigen müssen.Durch die Ausschüttung insgesamt etwas weniger Rendite.

    Physisch replizierende ETFs

    Bei einem physischen ETF werden die einzelnen Titel eines Aktienindex 1:1 nachgekauft. Wird also ein Unternehmen dem ATX, DAX oder S&P 500 hinzugefügt, passiert dies auch beim jeweiligen ETF. Wird ein Unternehmen entfernt, fällt es auch beim ETF heraus. In ganz seltenen Fällen gibt es innerhalb eines ETFs trotzdem minimale Unterschiede, welche aus Optimierungsgründen durchgeführt werden.

    Synthetische ETFs (SWAP-ETFs)

    Synthetische ETFs (auch SWAP-ETFs genannt) tauchten das erste Mal 2001 auf und sind vor allem in Europa populär. Wie auch physische ETFs, bilden auch die synthetischen einen Aktienindex ab. Der Unterschied liegt darin, dass die einzelnen Aktien nicht wirklich gekauft bzw. gehalten werden, sondern aus Derivaten wie zum Beispiel SWAPS bestehen. Obwohl synthetische ETFs durchaus Vorteile haben können, was die Rendite angeht, so werden diese in aller Regel auch risikoreicher.

    Thesaurierende ETFs

    Thesaurierende ETFs werden auch "Wiederanlegende ETFs" genannt. Im Klartext bedeutet es, dass eventuelle Dividende (Gewinnbeteiligung von Unternehmen, welche gehalten werden) sowie Zinsen direkt wieder in den ETF reinvestiert werden.

    Ausschüttende ETFs

    Ein ausschüttender ETF ist das Gegenteil von einem thesaurierendem. Eventuelle Dividenden & Zinsen werden an die im ETF investierten Anleger ausgeschüttet. Diese ETF-Art ist in Österreich aus steuerlichen Gründen etwas weniger beliebt. Aber auch generell ist es in den meisten Fällen zu empfehlen, wenn Gewinne wieder im ETF landen.

    Physisch & thesaurierend ist besser als synthetisch & ausschüttend

    Wir raten, den physischen ETF gegenüber dem synthetischen vorzuziehen. Ob dieser aber nun thesaurierend oder ausschüttend ist, sollte nicht die Hauptrolle spielen. Wenn Sie die Wahl haben, würden wir allerdings den thesaurierenden empfehlen. Sollte es von einem ETF, der Ihnen ansonsten von der Zusammensetzung gefällt, nur einen ausschüttenden geben, ist dies absolut in Ordnung und in so einem Fall von den Entscheidungskriterien nachrangig.

    EMPFEHLUNGEN

    Welchen ETF kaufen? Unsere Empfehlungen!

    Sie wissen nun, was ein ETF ist und welche Arten es gibt, jedoch immer noch nicht, welche konkreten ETFs Sie nun eigentlich kaufen sollten?

    Wir stellen Ihnen nachfolgend unsere Empfehlungen der besten ETFs der Welt vor.

    ETF-ISINHerausgeberBeschreibung
    MSCI World
    Thesaurierend (Empfehlung):
    IE00B4L5Y983
    Ausschüttend:
    IE00B0M62Q58
    iSharesDer MSCI World ist der wohl bekannteste ETF mit insgesamt 1.600 enthaltenen Unternehmen aus vorwiegend amerikanischen und europäischen Industrieländern.
    MSCI All Countries World Index (UCITS ACWI)
    Thesaurierend:
    IE00B6R52259
    iSharesMit 2500 Unternehmen extrem breit aufgestellt. Mischung aus Industrie- & Schwellenländern.
    Großes Wachstumspotential.
    MSCI Emerging Markets (EM UCITS)
    Ausschüttend:
    IE00B0M63177
    iSharesBestehend aus über 800 Emerging Markets (Schwellenländer)-Aktien.
    Sehr großes Wachstumspotential.
    MSCI World Socially Responsible Index (SRI)
    Ausschüttend:
    LU0629459743
    UBSBeinhaltet eine breite Auswahl (400) an ethisch & nachhlatig agierenden Unternehmen.
    MSCI ETF Performance & Wachstum
    MSCI ETF Performance/Entwicklung
    Quelle: msci.com

    MSCI World (ISIN: IE00B4L5Y983 oder IE00B0M62Q58)

    Sobald irgendwo der Begriff „ETF“ fällt, hört man im gleichen Atemzug auch „MSCI World„. Und das nicht ohne Grund! Der ETF bündelt nämlich die 1.600 stärksten Unternehmen aus allen Industrieländern. Dazu gehört die komplette EU und somit auch Österreich. Ebenso aber die meisten anderen Länder Europas, Großbritannien, die USA sowie Teile Asiens. Mit etwas über 60% (> 600 Unternehmen) liegt die Gewichtung aktuell auf Aktien aus den USA. Dies ändert sich allerdings immer wieder im Laufe der Zeit.

    MSCI All Countries World Index (ISIN: IE00B6R52259)

    Eine Alternative  zum „normalen“ MSCI World ist der MSCI All Countries World Index – Abgekürzt auch „ACWI“ genannt. Der Unterschied ist, dass im All Countries-ETF nicht nur Industrienationen, sondern auch Schwellenländer mit reingenommen worden sind. Insgesamt sind somit 2.500 Aktien starker Unternehmen aus über 47 Nationen enthalten, darunter auch Indien und China. Gerade in Ländern wie diesen steckt großes Potenzial, wodurch dieser ETF in Zukunft sehr profitieren könnte.

    MSCI Emerging Markets (ISIN: IE00B0M63177)

    Der ETF MSCI Emerging Markets konzentriert sich ausschließlich auf aufstrebende Schwellenländern (China, Südkorea, Taiwan, Indien, Brasilien & viele mehr) und besteht aus mehr als 800 Aktien aus den Bereichen Finanzen, Technologie, Kommunikation, Energie, Rohstoffe, Immobilien, Gesundheit und einigen mehr. Dabei handelt es sich um Länder, welche gerade am Übergang zu einer stabilen Industrienation sind.

    Manche der enthaltenden Unternehmen und Länder werden den Sprung natürlich nicht so schnell schaffen. Das Potenzial dieses ETFs liegt jedoch in den Überfliegern. Der Emerging Markets-ETF ist also etwas riskanter als die restlichen in dieser Liste, hat aber dadurch auch das größte Wachstumspotenzial.

    MSCI World Socially Responsible Index (ISIN: LU0629459743)

    Wer auf nachhaltige Unternehmen wert legt, der ist mit dem MSCI World Socially Responsible Index gut beraten. In diesem ETF gibt es keine Unternehmen, welche der Waffenindustrie oder Kernenergie zuzuordnen sind, umweltschädigend arbeiten oder gegen ethische Grenzen verstoßen. Der ETF besteht aus aktuell 400 Aktien.

    GEBÜHREN

    Welche Gebühren & Kosten fallen bei einem ETF an?

    Gegenüber einem aktiv gemanagten Fonds sind ETFs glücklicherweise weniger kostenintensiv – Um nicht zu sagen günstig! Damit der Unterschied zu normalen Aktienfonds sichtbar wird, zeigen wir die Kosten im Vergleich. Bitte beachten Sie aber, dass es sich bei den Gebühren um Durchschnittswerte handelt. In Einzelfällen können diese etwas darüber oder darunter liegen.

    ETF (Indexfonds)Fonds (Aktienfonds)
    Einmalige AnschaffungskostenCa. 0,25 %Ca. 5 %.
    Jährliche Gebühren0,3% p.a.Ca. 1,5 % p.a.
    GewinnbeteiligungKeine15-20 %

    An den Zahlen wird also bereits sehr deutlich, wo die Vorteile eines ETF liegen. Das zeigt sich übrigens auch in Studien: Fonds haben grundsätzlich das Ziel, besser als der Markt (also auch besser als ein ETF) abzuschneiden. Das schaffen allerdings nur die allerwenigsten aktiv gemanagten Fonds auf Dauer. Ein Grund liegt im menschlichen Versagen, der andere in den hohen Kosten, den ein aktiver Fonds verursacht. Der Großteil dieser Gebühren fällt beim ETF einfach weg, womit dieser bereits von Haus aus einen besseren Stand hat.

    SPARPLAN

    Wann ein ETF-Sparplan Sinn macht

    Ein ETF-Sparplan eignet sich für alle Anleger, die besonders flexibel sein möchten und kleine oder mittelgroße Beträge in bestimmten Intervallen Investieren möchten. Die möglichen Anspar-Beträge fangen meist bei € 50,00 an, bei manchen Banken auch etwas darunter.

    Ein Sparplan auf den bekannten ETF  MSCI World (IE00B4L5Y983) hätte, sieht man sich die Zahlen seit den 70er Jahren an, eine durchschnittliche Rendite von 8,85 % p.a. eingebracht!

    Mittlerweile bietet so gut wie jedes Depot die Möglichkeit zur Einrichtung von Sparplänen. In der Regel sind dabei Intervalle von 1, 3, 6 oder 12 Monaten möglich. Bei einem ETF-Sparplan mit einem Intervall von 3 Monaten würden Sie also alle 3 Monate einen bestimmten Betrag in einen vorher festgelegten ETF investieren. Und zwar unabhängig davon, wie der Markt gerade steht. Das sorgt dafür, dass Sie emotionslos an die Sache gehen und der Cost-Average-Effekt sorgt bei einem Anlagehorizont von mehr als 10 Jahren dafür, dass Sie Rückblickend zu einem Durchschnittspreis eingekauft haben.

    Es ist bei einem Sparplan übrigens auch jederzeit möglich, Raten auszusetzen, Geld zu entnehmen oder auch komplett auszusteigen.

    ZEITPUNKT

    Welcher Zeitpunkt ist der richtige um in einen ETF ein- oder auszusteigen?

    Um kaum etwas in Bezug auf ETFs gibt es mehr Unsicherheiten als die Frage, wann der richtige Zeitpunkt zum Einsteigen oder auch aussteigen ist.

    Und hier kommt die einzig korrekte Antwort: Der richtige Zeitpunkt ist immer & jederzeit.

    Jetzt werden Sie sich vermutlich fragen, was  mit überbewerteten Märkten ist oder gar einem Crash. Was ist, wenn uns morgen bereits eine neue Weltwirtschaftskrise überrascht? Diese Überlegungen gehen in die Richtung „Market-Timing“, also den Versuch, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, Wertpapiere zu kaufen oder auch zu verkaufen. Die Wahrheit ist: Market-Timing funktioniert nicht. Sie können spekulieren, so viel Sie möchten. Es gibt keine verlässliche Methode herauszufinden, ob die Aktienmärkte morgen fallen werden oder steigen.

    Der Cost-Average-Effekt ist die Antwort

    Da das oben besprochene aber noch viel mehr für längere Zeiträume gilt, sollten Sie sich den Cost-Average-Effekt zunutze machen: Investieren Sie zu vorher festgelegten Zeitpunkten in einen ausgewählten ETF. Einmal kaufen Sie günstig, das andere Mal teurer. Was unterm Strich herauskommt, ist ein Durchschnitt. Und einen besseren Preis als den Durchschnitt werden Sie nicht bekommen (ganz selten Glücksfälle einmal ausgenommen).

    Über einen Zeitraum von 15 Jahren hat man in der Vergangenheit auf diese Art & Weise mit einem guten ETF Gewinn (Ca. 8 % pro Jahr) gemacht. Da Wirtschaftswachstum von Innovation getrieben ist und es Innovation immer geben wird,  ist davon auszugehen, dass dies auch auf die Zukunft übertragbar ist.

    ANBIETER

    Die größten ETF-Anbieter (iShares, Xtrackers, UBS, Lyxor)

    Auch wenn ETFs passiv verwaltet werden, müssen diese von irgendjemanden herausgegeben werden. Die bekanntesten ETF-Herausgeber sind iShares, Xtrackers, UBS und Lyxor.

    Auch wenn es sich hierbei um die Anbieter handelt, so werden die jeweiligen ETFs natürlich trotzdem an der Börse bzw.über einen Broker gehandelt.

    iShares

    iShares

    Unter dem Namen "iShares" vertreibt das bekannteste und größte Fondsunternehmen der Welt BlackRock diverse ETFs. Etwa 40 % aller an der Börse gehandelten ETFs werden von iShares herausgegeben. Dabei orientieren sich alle an Indizes. Zu den bekanntesten Produkten von iShares zählen die ETFs auf den DAX, S&P500 oder auch die beliebten MSCI-World-ETFs. Ebenso gibt es einen ETF auf den österreichischen Leitindex ATX. Bei fast allen Indexfonds von iShares handelt es sich um physisch replizierende.

    Lyxor

    Lyxor

    Lyxor ist mit 262 ETFs der zweitgrößte europäische Anbieter, der in diesem Bereich oft eine Vorreiterrolle einnimmt. So war es auch Lyxor, welche die ersten ETFs auf den Markt gebracht haben. Auch bei diesem Herausgeber dominieren Aktien, Anleihen und Rohstoffe.

    UBS

    UBS

    Von der Großbank UBS werden insgesamt 245 sowohl synthetisch als auch physisch replizierende Exchange Traded Funds aus den Bereichen Aktien, Anleihen, Rohstoffen, Alternative Beta sowie Hedge Funds herausgegeben.

    Xtrackers

    Xtrackers ist die ETF-Sparte der DWS Group. Die DWS ist ein weltweit tätiges Vermögensverwaltungsunternehmen und hat innerhalb der Finanzwelt einen angesehen Status erlangt. Es gibt aktuell etwa 180 ETFs von Xtrackers auf diverse Finanzprodukte wie Aktien, Anleihen und Rohstoffe. Alle ETFs von Xtrackers sind physisch replizierend.

    ETF KAUFEN

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    STEUER

    Wie werden ETFs in Österreich versteuert?

    Eines Vorweg: Wenn Sie ihre ETFs über einen österreichischen Broker beziehen, wird die Steuer von diesem für Sie automatisch abgeführt. Es erfordert somit keine Aktion von Ihrer Seite. Da es aber trotzdem interessant ist, welche Steuern bei ETFs anfallen, geben wir Ihnen im Folgenden einen Überblick.

    SteuerBesonderheit
    Therausierende ETFs27,5 % KESt. auf alles (Gewinne & Dividende)60 % der Substanzgewinne (Dividende & Zinsen) werden sofort versteuert, die verbleibenden 40 % bei Verkauf.
    Leichter Steuervorteil durch Zinseszinsen!
    Ausschüttende ETFs27,5 % KESt. auf alles (Gewinne & Dividende)Keine
    MeldeFonds/ETFs27,5 %Keine
    Nicht-MeldeFonds/ETFs27,5 % auf 90% der jährlichen Kursgewinne bzw. mindestens auf 10 % des ETF-Wertes.Steuerlich benachteiligt.

    Grundsätzlich soll ein Anleger bei einem ETF auf die gleiche Art besteuert werden, wie wenn dieser die im ETF enthaltenen Aktien einzeln kaufen würde. Das bedeutet in Österreich 27,5 % Kapitalertragssteuer („KESt.“) auf Gewinne aus Verkäufe und Dividenden.

    Besonderheit bei thesaurierenden ETFs: Leichter Steuervorteil

    Trotzdem gibt es bei thesaurierenden ETFs eine Besonderheit. Wirft ein ETF neben der normalen Kursentwicklung noch weitere Gewinne wie Dividende oder Zinsen ab, so werden diese Substanzgewinne genannt. In so einem Fall gilt in Österreich bei thesaurierenden (wieder anlegenden) ETFs, dass 60 % davon sofort mit 27,5 % versteuert werden und die verbleibenden 40 %, wenn Sie aus dem ETF aussteigen.

    Auch wenn es sowohl beim ausschüttenden als auch thesaurierenden ETF am Ende des Tages auf das Gleiche hinauskommt, so hat der thesaurierende ETF einen leichten steuerlichen Vorteil, da die 40 %, welche nicht sofort versteuert werden, Zinsen abwerfen können. Ein Teil des Geldes kann also „Arbeiten“.

    MeldeFonds & Nicht-Meldefonds: Komplexität nach österreichischer Art

    Das Steuergesetz unterscheidet zwischen sogenannten MeldeFonds und NichtMeldeFonds.

    MeldeFonds können aus dem Inland oder Ausland kommen und werden dadurch definiert, dass die ausschüttungsgleichen Erträge (=Gewinne) automatisch gemeldet werden. Es fallen in diesem Fall die bekannten 27,5 % an Steuer an.

    Bei NichtMeldeFonds erfolgt keine automatische Meldung und es findet eine pauschale Besteuerung von 90 % der Kursgewinne, mindestens aber 10 % des Fondswertes am Jahresende statt.

    Und nein, verstehen muss man dies nicht unbedingt. Achten Sie in dem Zusammenhang nur auf zwei Dinge: Handeln die ETFs bei einem österreichischen Broker und greifen Sie nur zu MeldeFonds. Um herauszufinden, ob es sich um einen Meldefonds handelt, geben Sie die ISIN bzw. WKN Ihres ETF bei Profitweb ein. Taucht der Fonds dort nicht auf, sollten Sie vom Kauf Abstand nehmen.

    Die meisten bekannten ETFs sind allerdings Meldefond. Die Gefahr ist also nicht riesengroß, an einen NichtmeldeFonds zu geraten.

    Quellen:

    https://etf.dws.com/de-de/ueber-uns/ueber-Xtrackers-etfs/
    https://www.ishares.com/
    https://www.ubs.com/at/de/asset_management/etfs/etf-private.html
    https://www.lyxoretf.at/de/retail
    https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e1s1

    Sebastian Neumer
    Sebastian Neumer
    Sebastian ist einer der beiden Gründer von onlinebrokeroesterreich.com und seit Beginn im Jahr 2016 dabei. Der begeisterte Privatinvestor und Fintech-Enthusiast schreibt regelmäßig Ratgeberartikel in den Bereichen Geldanlage & Finanzen. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften ging es für Sebastian für einige Jahre zu einem bekannten, europäischen Investmentunternehmen, bevor er sich entschieden hat, sein beruflich als auch privat erworbenes Wissen als Finanzjournalist und selbstständiger Anlageberater weiterzugeben.
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