Österreich Für Investoren & Trader in Österreich Regulierte Online Broker im Test

    P2P-Kredite: Darlehen von Privat zu Privat in Österreich

    Bild des Autor


    Letzte Aktualisierung: 2019

    Das Wichtigste in Kürze
    • P2P-Kredite schalten die Bank aus. Darlehen werden direkt von Privatperson zu Privatperson vergeben.
    • Die Bandbreite der Kreditsumme bewegt sich zwischen wenigen Euros bis zu € 250.000. Der Durchschnitt liegt bei ca. € 5.000.
    • Die Rendite (Zinsertrag) für den Anleger beträgt im Schnitt 10,00 %.
    • Peer to Peer-Kredite sind ein stark im Wachstum befindlicher Markt.
    • Das Privatdarlehen wird seitens des Kreditnehmers monatlich getilgt.
    So funktioniert's in Österreich
    1. Melden Sie sich bei unserem Testsieger auxmoney an: Zum Anbieter

    2. Suchen Sie sich einen Kreditnehmer, der Ihrem persönlichen Risiko/Rendite-Verhältnis entspricht. Zur Streuung (Diverdifikation) empfiehlt sich die Verteilung Ihres Kapitals auf mehrere Kredite.

    3. Behalten Sie Ihre Investitionen im Auge und ergreifen Sie Maßnahmen, sollte es zum Zahlungsverzug kommen. Die meisten Plattformen werden ihnen mit Tipps zur Seite stehen.
    P2P-KREDITE

    Was sind P2P-Kredite?

    Als P2P-Kredite werden Darlehen bezeichnet, welche von Privatpersonen auf direktem Wege vergeben werden, ohne dass eine Bank dazwischen steht.

    Dieses Verfahren der Kreditvergabe ist auch unter den Begriffen „Crowdlending“, „P2P Lending“,  und „Social Lending“ bekannt.

    Die Abkürzung „P2P“ steht für das englische „Peer to Peer“ und bedeutet so viel wie „Gleichstehender zu Gleichstehendem“, was verdeutlichen soll, dass es kein klar hierarchisches Verhältnis wie im traditionellen Bankensystem gibt.

    Obwohl die Zielgruppe dieser Art von Krediten hauptsächlich Privatpersonen sind, versuchen aber auch immer öfter, Kleinunternehmen durch P2P an Kapital zu kommen.

    p2p kredit statistik
    Die Statistik macht es deutlich: Alleine auf Mintos steigt das Volumen an P2P?-Krediten jährlich

    Vorteile

    • Einfache form der Kreditvorgabe
    • Gute Ergänzung im Portfolio
    • Attraktive Renditen

    Nachteile

    • Erhöhtes Risiko (Ausfallrate)

    Der Unterschied zum Crowdfunding / Crowdinvesting

    P2P-Kredite fallen zwar in die Oberkategorie „Crowdfunding“, jedoch ist Crowdfunding nicht gleich P2P-Kredit, sondern bezeichnet alles, was durch eine größere Anzahl an Personen finanziert wird. Jedoch liegt nicht immer eine Gewinnabsicht vor.

    Beim Crowdinvesting schließen sich ebenfalls eine Gruppe an Investoren zusammen, um ein Projekt zu unterstützen. In diesem Fall erwarten sich Anleger in jedem Fall einen Gewinn.

    Schwierige Situation in Österreich

    P2P-Kredite haben in Österreich einen schwierigen Stand. So gab seitens des Unternehmens „Bankless Life“ den ersten Versuch bereits im Jahr 2009 private Darlehen hierzulande zu etablieren. Da das Gesetz jedoch eine Banklizenz vorsieht, welche nicht vorhanden war, musste das Projekt leider eingestampft werden.

    Auch heute gibt es nur wenige „echte“ österreichische P2P-Anbieter.

    Da Anbieter aus Deutschland einer ähnlichen Situation wie in Österreich ausgesetzt sind, wird ebenso eine Bank dazwischengeschaltet, welche die Ratenzahlungen überwacht und  im Endeffekt der Vertrag zwischen den Parteien läuft.

    Zwei Arten: Die Sekundär- & Primärmärkte

    Der Primärmarkt: Beim Primärmarkt in Bezug auf P2P-Kredite handelt es  sich um den gewohnten Austausch zwischen zwei Personen: Es gibt einen Kreditgeber und einen Kreditnehmer, welche eine vertragliche Übereinkunft treffen.

    Der Sekundärmarkt: Sekundärmärkte bieten die Möglichkeit, bereits vergebene P2P-Kredite anderen Investoren aufzukaufen oder diese auch selbst zu verkaufen. Das kann beispielsweise Sinn machen, wenn Sie nicht mehr davon überzeugt sind, dass ein Kreditnehmer in der Lage ist, den Kredit zurückzuzahlen. In so einem Fall haben Sie die Möglichkeit, den Kredit mit einem Abschlag an einen anderen Anleger abzutreten. Der Sekundärmarkt agiert außerhalb des Primärmarktes und ist davon völlig abgekoppelt. Angeboten wird dieser von Mintos, Bondora und Twino.

    Wer kann einen P2P-Kredit beantragen?

    Viele P2P-Plattformen versuchen den sozialen Aspekt hervorzuheben: nicht der Gewinn steht im Vordergrund, sondern das gemeinschaftliche Aushelfen. Dementsprechend stehen die Plattformen so gut wie jeder Person offen, die ein finanzielles Bedürfnis hat:

    • Privatpersonen
    • Pensionisten
    • Studenten
    • Selbstständige
    • Unternehmen

    Auch die Einsatzzwecke sind dabei höchst unterschiedlich:

    • Konsumkredit  (z.B. Urlaub oder Luxus-Güter)
    • Hausbau-Finanzierung
    • Autokredit
    • Startkapital für ein Unternehmen

    P2P-Kredite sind demnach für Personen attraktiv, die entweder den oft mühsamen Weg über Bankinstitute nicht gehen möchten oder bei diesen kein Darlehen bekommen haben.

    Auch wenn Kredite auf diese Art & Weise einfacher als über eine Bank zu bekommen sind, so ist es für Kreditnehmer keinesfalls gesichert, den benötigten Betrag auch zu erhalten. Wer beispielsweise arbeitslos ist, wird eine schlechtere Einstufung bekommen und viele Investoren Abstand nehmen zu investieren.

    Auch wird bei Zahlungsunfähigkeit oft dieselben Mechanismen wie bei „normalen“ Krediten in Gang gesetzt: Mahnungen & Inkasso.

    Renditen für Anleger: Höhere Zinsen für höheres Risiko

    Bei Bankkrediten würde die Bank bzw. das Kreditinstitut die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers beurteilen. Da es bei P2P-Krediten aber (meist) keine Bank gibt, übernehmen das die Plattformen.

    Bei der Beurteilung von Kreditsuchenden werden oft Scoreklassen ähnlich zu denen von Ratingagenturen verwendet. Diese reichen zum Beispiel von „A+“ bis  zu „F“.

    Da es allerdings kein standardisiertes Schema zur Beurteilung gibt, verwenden P2P-Plattformen verschiedene Methodiken zur Einstufung.

    Nachfolgend ein Beispiel, wie ein solchen Rating aussehen kann. Bitte beachten Sie, dass sowohl Einstufung als auch Rendite sich auf den Plattformen unterscheiden können:

    Rating
    Burteilung
    Zinssatz
    A+ bis A-
    Geringes Risiko:
    Sehr hohe Rückzahlungsfähigkeit & Zahlungswilligkeit
    3,5 % bis 5,00 %
    B+ bis B-
    Mittleres Risiko:
    Geringes Ausfallsrisiko & Hohe Zahlungswilligkeit
    6,00 % bis 8,5 %
    C+ bis C-
    Erhöhtes Risiko:
    Sicherheiten sind nicht oder nur in geringem Umfang vorhanden
    10,00 % bis 15,00 %
    D bis F
    Hohes bis sehr hohes Risiko:
    Es deutet aktuell sehr wenig auf Zahlungsfähigkeit des Kreditnehmers hin.
    16,00 %

    Wir sehen also, dass eine höhere Bonität zu günstigeren Zinsen führt. Kreditnehmer, die ein schlechtes Rating bekommen haben, zahlen durch das erhöhte Risiko für den Kreditgeber höhere Zinsen.

    P2P-Kredite und Steuern in Österreich

    Die Erträge (Zinsen) aus P2P-Krediten werden nicht wie andere Geldanlagen mit der Kapitalertragssteuer (KESt.) besteuert, sondern  mit der Einkommenssteuer im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung.

    Der persönliche Steuersatz liegt je nach Höhe des Einkommens zwischen 25 % und 55 %.

    Mehr zur korrekten Versteuerung finden Sie in unserem Steuer-Ratgeber.

    Was ist die beste P2P-Plattform für Österreich?

    Obwohl P2P-Kredite eine relativ neue Art von Investment sind, haben sich bereits einige Anbieter am Markt etabliert. Die nach unserem Test beste Plattform für Österreich ist der Anbieter auxmoney. Der Anbieter schnitt mit Bestnoten ab und überzeugt mit günstigen gebühren auf beiden Seiten: sowohl für Kreditnehmer als auch Anleger.

    Geeignet für Kreditsuchende & Anleger

    Bereits über 50.000 angemeldete Investoren

    Zur Diversifikation des Anlageportfolios

    Auxmoney

    Beste P2P-Plattform
    Nur 1,00 % Gebühr (einmalig)
    • Österreich
    • Bekannteste P2P-Kredit-Plattform
    • Kredithöhe: € 1.000 bis € 25.000
    • Laufzeiten: 12 bis 60 Monate
    • Gebühren (Anleger): 1,00 % einmalig
    PLATZ 1

    Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

    Sebastian Neumer
    Sebastian Neumer
    Sebastian ist einer der beiden Gründer von onlinebrokeroesterreich.com und seit Beginn im Jahr 2016 dabei. Der begeisterte Privatinvestor und Fintech-Enthusiast schreibt regelmäßig Ratgeberartikel in den Bereichen Geldanlage & Finanzen. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften ging es für Sebastian für einige Jahre zu einem bekannten, europäischen Investmentunternehmen, bevor er sich entschieden hat, sein beruflich als auch privat erworbenes Wissen als Finanzjournalist und selbstständiger Anlageberater weiterzugeben.
    Mehr über Sebastian

    Schreibe einen Kommentar

    Close Menu